Unser methodischer Ansatz: Kommunikation als Bühnensituation

Jede Business-Situation ist grundsätzlich eine Bühnen-Situation: Nicht nur in Präsentations-, auch in Gesprächs- und Führungssituationen agieren wir auf einer Bühne und sind mit den Bedürfnissen, Erwartungen und Interpretationen unseres Publikums konfrontiert.

Ausgehend von dieser These spiegeln wir in unseren Interventions- und Trainingsformaten das alltägliche berufliche Rollenspiel und analysieren bzw. bearbeiten es mit szenischen Methoden.

Um auf der Business-Bühne souverän und glaubwürdig zu agieren, also beim Gegenüber Resonanzräume zu öffnen, braucht es drei zentrale Fähigkeiten aus dem Handwerkskoffer von Schauspieler*innen und Regisseur*innen:

Theaterbasierte Methoden wirken, weil...

…sie aktivieren und durch den Einsatz von professionellen Schauspieler*innen lebendige Bilder in den Köpfen der Teilnehmenden hinterlassen.

…sie individuelle Verhaltensweisen in ihrer Wirkung im geschützten Probenraum direkt erlebbar und gestaltbar machen.

…sie den Blick öffnen auf das “innere Theater” und die individuellen Bedürfnisse aller Akteur*innen.

…Kommunikation im Körper beginnt, nicht im Kopf.

…sie individuell auf den spezifischen Unternehmensalltag der Teilnehmenden hin entwickelt werden.

Forschung und Literatur zur Wirksamkeit theaterbasierter Trainings

In der Organisationsberatung und der Management-Forschung wird die Wirksamkeit von kunst- und theatergestützten Interventionsformaten für die Optimierung von Arbeitsprozessen und betriebsinternen Kommunikationsformen kontinuierlich untersucht und nachgewiesen.

Berit Sandberg, Dagmar Frick-Islitzer: Die Künstlerbrille. Was und wie Führungskräfte von Künstlern lernen können. (Springer Gabler) Wiesbaden 2018.

Das Buch zeigt, wie Arbeitsprozesse von Künstlern ablaufen, wie Künstler Ideen entwickeln und Krisen überwinden. Es präsentiert ein Set von Einstellungen, die für Berufskünstler typisch und für Führungskräfte hilfreich sind.
Führungskräfte erhalten konkrete Anregungen, wie sie sich selbst entsprechende Fähigkeiten aneignen können. Ein Übungsteil ermöglicht es, alle behandelten Haltungen leicht auszuprobieren.

Carsten Baumgarth/Berit Sandberg (Hg.): Handbuch Kunst-Unternehmens-Kooperationen. (transcript-Verlag, Bielefeld 2016.)

Immer mehr Unternehmen versuchen, betrieblichen und marktlichen Herausforderungen mit Hilfe von Kunst zu begegnen. Dieses Handbuch zeigt, wie Künstler_innen Marken, Produkte und unternehmerische Kommunikation prägen, wie sie in das Personalmanagement und die Organisationsentwicklung eingreifen und Innovationsprozesse unterstützen.

Biehl-Missal, Brigitte: Wirtschaftsästhetik. Wie Unternehmen die Kunst als Inspiration und Werkzeug nutzen. Wiesbaden: Gabler Verlag 2011.

Biehl-Missal beleuchtet den Einsatz von Unternehmenstheater in einem großen Kapitel in dem ersten deutschen Standardwerk zur „Wirtschaftsästhetik“. Sie gibt einen Überblick über die Vielfalt der Formen von Theater in Unternehmen, von Präsentationstrainings, Rollenspiele über Improvisationstheater bis hin zum interaktiven Forumtheater.

Lisa Denneler: Einblicke in die deutsche Unternehmenstheaterlandschaft. Bachelorarbeit. Ludwigsburg 2012.

In ihrer Bachelorarbeit an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg untersucht Lisa Denneler Produktions- und Wirkungsweisen theatraler Mittel, derer sich Unternehmen im Rahmen ihrer Organisations- und Personalentwicklung zunehmend bedienen. Was ist Unternehmenstheater eigentlich? Wer bietet Unternehmenstheater an? Wo, wie und warum wird Unternehmenstheater eingesetzt?

“Das Andere”: Ästhetisch-performative Zugänge innovativer Organisations- und Arbeitsgestaltung. präview. Zeitschrift für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention. Heft Nr. 1/2011

In verschiedenen Beiträgen beleuchten Arbeits- und Organisationsforscher, Kunst- und Kulturwissenschaftler den “anderen” Umgang mit Innovationsdruck, Komplexität und Unbestimmtheit, wie sie im Management von Organisationen zur täglichen Herausforderung geworden sind.

Heindl, A. (2007) Theatrale Interventionen – Von der mittelalterlichen Konfliktregelung zur zeitgenössischen Aufstellungs- und Theaterarbeit in Organisationen. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme

Heindl untersucht das zunehmend eingesetzte Theater in Unternehmen und betont, dass sich nur „qualitativ hochwertiges Unternehmenstheater, das aufrichtig mit den betroffenen Menschen arbeitet“, auf dem Markt durchsetzen können wird.
Das Buch vermittelt eine fundierte Grundlage für das Verständnis und die Arbeit mit theatralen Interventionen in Organisationen. Es stiftet Orientierung und eröffnet Anregungen, neue Zugänge und Ideen für den praktischen Einsatz.

Schreyögg, G. & Dabitz, R. (Hg.) Unternehmenstheater: Formen, Erfahrungen, erfolgreicher Einsatz. Wiesbaden: Gabler Verlag

Verschiedene Autoren erläutern Begriff, Form, Anlaß, Zweck und Wirkung des Theatereinsatzes in Unternehmen. Anhand einer empirischen Studie wird ein praktischer Überblick über die deutsche Unternehmenstheaterbranche gegeben.

Teichmann, Stefanie (2001): Unternehmenstheater zur Unterstützung von Veränderungsprozessen. Wirkungen, Einflussfaktoren, Vorgehen. Deutscher Universitäts-Verlag.

Stefanie Teichmann untersucht, inwiefern maßgeschneidertes Unternehmenstheater einen sinnvollen Beitrag bei der Durchführung geplanter Veränderungen leisten kann. Im Zentrum der Betrachtung steht dabei die Analyse zweier ausführlicher Fallbeispiele.