Unsere nächsten Live-Online-Trainings zum Kennenlernen

Du fragst dich: wie kann ich in einer virtuellen Präsentations-Situation verhindern, dass ich mein Publikum verliere? Wie kann ich mein nächstes virtuelles Meeting so moderieren und gestalten, dass alle Teilnehmenden aktiv und motiviert dabei sind? Was kann ich als Führungskraft tun, um mein Team in der virtuellen Distanz nah und vertrauensvoll zu führen?

Auf all diese Fragen bekommst du in unseren offenen Live-Online-Trainings Antworten. Mit maximal 3 Stunden Zeitaufwand für dich und in kleinen, interaktiven Lerngruppen.

Interessant für dich? Hier geht’s zu den Terminen.

Wie funktionieren kulturelle Energieschübe für Organisationen?

Wie können theaterbasierte Trainings- und Kommunikationsformate kulturelle Energieschübe für Unternehmen und Organisationen setzen? Welche Impulse können für Unternehmen und Organisationen wichtig sein, um sich kulturell fit weiterzuentwickeln? Das waren die Leitfragen, zu denen wir im Rahmen des Blogs “Curating Corporate Culture” (www.cucocu.com) zu einem Videostatement eingeladen waren. Hier ist das Ergebnis!

 

 

Referenz-Projekte als Heldenreise

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Das erste Treffen mit einem Neukunden. Sie stellen sich und Ihr Unternehmen vor. Und präsentieren das eine oder andere Referenz-Projekt, das Ihre spezifische Expertise illustriert. Der Klassiker in Business-Präsentationen. Und meistens schon der erste Moment, in dem sich gähnende Langeweile im Publikum breit macht.

Referenzprojekte und Logo-Tapete

Das liegt vielleicht an der erwartbar frühen Platzierung der „Logo-Tapete“ im Laufe der Präsentation. Und noch viel häufiger an der Art und Weise, wie die Referenz-Cases aufgebaut sind.

In der Regel geht das nämlich so: Wir, der Dienstleister Soundso, haben einen Projektauftrag vom Kunden XY bekommen mit dem Ziel Diesunddas. Wir haben die Ausgangssituation und das Problem analysiert, dann diese und jene Lösung entwickelt und das Projekt somit zum Erfolg geführt. Zahlen, Daten, Fakten. Wenig überraschend, wenig spannungsvoll.

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Introvertiert auf der Bühne? Kein Widerspruch!

Still und feinsinnig im Scheinwerferlicht – ein Widerspruch in sich denken Sie? Das muss nicht sein. Sie müssen kein extrovertiertes Naturell besitzen, um sich und ihre Botschaften auf der Business-Bühne wirkungsvoll zu präsentieren.

Das Wichtigste ist: Bleiben Sie Sie selbst! Spielen Sie Ihre Stärken aus! Auch im Scheinwerferlicht.

Dauernde Selbstpräsentation – der Horror für Sie?

Vielleicht kennen Sie das: Vor Präsentationen graut es Ihnen, vor Präsentationstrainings noch mehr. Das allgegenwärtige Mantra von Dauerkommunikation und Selbstpräsentation in Telefonkonferenzen, Abstimmungsschleifen, StandUp- und Sitdown-Meetings empfinden Sie als den blanken Horror. Dauerredner und rhetorische Wichtigtuer gewinnen vor allem eines: Ihre stille Verachtung.

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Servant Leadership: Managen Sie noch oder führen Sie schon Regie?

Business ist Bühne – auch was die Führungsprinzipien betrifft. Auf der Business-Bühne ein Team agil zu führen ist nichts anderes als im Theater in einem Probenprozess Regie zu führen.

Das Ziel ist in beiden Fällen gleich: Es geht um freiwillige Gefolgschaft. Das erforderliche Handwerkszeug kann sich der agile Manager vom Regisseur abgucken.

Regiearbeit als Leadership

Als Regisseurin geht es für mich im Kern darum, Menschen zu bewegen, mir freiwillig zu folgen – in einem Gedanken, einem Plan, auf den Wegen zu einem gemeinsamen Ziel. Dazu braucht es zunächst die Definition eines Ziels: Welche Story wollen wir gemeinsam erzählen?

Dazu benötigt man einen Rahmen für das gemeinsame Spielfeld mit transparenten Rollendefinitionen und Regeln des Zusammenspiels.

Als Regisseurin bin ich gleichzeitig erste Zuschauerin

Mein einziges Mehrwert-Versprechen in der Rolle der Regisseurin im Probenprozess: Als erste Zuschauerin und Feedback-Geberin schaffe ich einen permanenten Abgleich zwischen wahr genommener Wirkung und dem intendierten Ziel. Schaffen wir es auf diese Weise, die Story zu erzählen, die wir uns vorgenommen haben?

Um zu erkennen, ob wir unser Zeil erreichen, braucht es zunächst einmal ein bestimmtes Mindset statt nur konkrete Tools in der Kommunikation.  

Regie zu führen im agilen Sinn braucht die innere Bereitschaft…

  1. zum Verlassen der eigenen Komfortzone und zum situativen Kontrollverlust.
  2. zum bedingungslosen Akzeptieren dessen, was passiert. Die Bereitschaft, Ereignisse jeder Art (Unvorhergesehenes, Zufälle, Herausforderungen) als Ressource zu nutzen und zu integrieren anstatt sich daran im Widerstand abzuarbeiten.
  3. zur unbedingten Stärken-Orientierung aller: Meine eigenen Stärken zu kennen und sie auf dem Spielfeld da einzusetzen, wo sie helfen. Und genauso auch die Stärken jedes Teammitglieds zu kennen und sie genau da einzusetzen, wo sie auf dem definierten Spielfeld helfen.
  4. zum Scheitern: Im definierten Spielfeld ergebnisoffen zu improvisieren und ggf. zu scheitern. Übers Scheitern, über den eigenen Irrtum offen und angstfrei zu sprechen und daraus für den nächsten Versuch zu lernen ist unbedingter Teil des Mindsets.

Unterstützen Sie Ihr Team – dienen Sie ihm

Als agile Führungskraft im Sinne einer Regisseurin habe ich eine dienende Rolle gegenüber dem Team. Ich mache mich im Ergebnis unsichtbar und sorge dafür, dass meine Teampartner (Schauspieler, Techniker etc.) sich im Sinne der Zielstellung bestmöglich entfalten und im Scheinwerferlicht strahlen können. Auf diese Weise erreichen wir gemeinsam unser Ziel.

5 Learnings aus den letzten Monaten in virtuellen Meetings

5 Learnings aus den letzten 10 Monaten in virtuellen Meetings

Bild: Tengyart, unsplash

Geht doch! Veränderung ist also möglich. Innerhalb von zehn Monaten hat ein Virus geschafft, dass wir uns eine neue virtuelle Kommunikations- und Begegnungskultur erarbeiten. Und die meisten von uns haben eine steile Lernkurve hingelegt. Die Business-Bühne ist zumindest punktuell ein virtueller Ort geworden und hat unsere Art zu kommunizieren um ein paar Spielarten bereichert.

Virtuelles Camera Acting als Bereicherung?

Ja, ich sage bewusst „bereichert“. Auch und gerade weil wir nach acht Stunden „Camera Acting“ und Kommunikation via Bildschirm merken: ganz schön anstrengend und irgendwie unbefriedigend diese neue Realität der Kommunikation!

Worin genau besteht also die Bereicherung? In dem Versuch, Nähe zu schaffen in einem Medium, das per se Distanz kreiert, besinnen wir uns auf eine zentrale Fähigkeit:

Unsere Emotionale Intelligenz wird in der virtuellen Distanz zum entscheidenden Wirkfaktor.
Ein paar Beobachtungen zu den Wandlungen des Homo Empathicus in der kommunikativen neuen Realität:

1. Die Professionalisierung in Sachen Camera Acting.

Viele haben sich in ihrer Performance vor der Kamera deutlich professionalisiert. Anfangs hatten virtuelle Meetings meist den Charakter von PowerPoint gestützten Telefonkonferenzen. Inzwischen gehört die aktivierte Kamera – solange es die Bandbreite zulässt – zum guten Ton.

Inzwischen haben auch (fast) alle verstanden, dass nur der Blick in die Kamera (und nicht auf den Bildschirm mit all den Gesichtern) dazu führt, Kontakt mit dem Publikum aufzubauen.

2. Alles ist Pitch – kürzer, knackiger, konzentrierter.

Meetings sind komprimierter und werden besser vorbereitet. Der Aufritt auf der virtuellen Businessbühne lässt viele Beteiligte sehr viel fokussierter und zielorientierter kommunizieren als im Präsenz-Meeting.

Botschaften sind gut vorbereitet und kommen schnell zum Punkt. Die Technik des pyramidalen Erzählens hat Hochkonjunktur. Langatmige, diffuse Herleitungen sind out, weil sie die Aufmerksamkeitsspanne des virtuellen Publikums maßlos überstrapazieren. Und wer es trotzdem nicht lassen kann, wird gnadenlos abgestraft – mit unbeteiligter Stille oder stummen Parallelbeschäftigungen aller Art.

3. Die Energie von Co-Kreation und Kollaboration.

Positive Energie und Nähe entsteht im virtuellen Raum nur dort, wo Angebote zum Dialog gemacht werden. Im Gespräch und aktiven Austausch zeigen wir unsere besten Fähigkeiten: Zum Fragen stellen. Zum Zuhören. Zur Co-Kreation. Zur gemeinsamen Entwicklung von Ideen.

Sicherlich, das braucht Moderations-Kompetenz und den versierten Umgang mit entsprechenden Kollaborationstools. Beides hat sich an vielen Stellen in kürzester Zeit entwickelt. Und in vielen Unternehmen sind die Mitarbeitenden in ihren Skills und im Einsatz von Tools sogar viel mutiger und weiter als die IT-Abteilungen in Analyse und technischer Implementierung der entsprechenden Software.

4.   PowerPoint als Kannibale in Sachen Aufmerksamkeit.

Die nahbare Vermittlung vieler Botschaften gelingt meist direkt in die Kamera und auf der Tonspur viel besser. Der reflexhafte Klick auf den Bildschirm-Teilen-Button ins Slide-Deck ist in vielen Fällen kontraproduktiv. Das haben inzwischen viele erkannt.

Je mehr Routine wir in der Herstellung von Nähe in der virtuellen Distanz entwickeln, desto deutlicher wird, wie sehr PowerPoint als Präsentationsmedium zum Kannibalen werden kann. Begleitetes Lesen von Textwüsten und vollgepackte Slides zieht die Aufmerksamkeit weg von mir. Ich habe als Präsentatorin/Moderatorin so gut wie keine Zugriffschance mehr auf mein Publikum.

PowerPoint dient deshalb oft nur noch als unsichtbare Strukturhilfe und als Leseversion bzw. Dokumentation, die im Nachgang verschickt wird.

5.  Die Renaissance des Smalltalks.

Die Suche nach emotionaler Nähe im virtuellen Raum lässt ein Bedürfnis nach informellen Kommunikationsformaten wieder aufleben. Der Smalltalk zum Check-In eines virtuellen Meetings. Die virtuelle Kaffeepause zwischendurch. Die gemeinsame achtsame Morgen-Meditation oder die sportlich-ergonomische Yoga-Übung in der virtuellen Mittagspause.

Dabei handelt es sich nicht um oberflächlich-formelle Konvention, sondern um ein ehrliches Angebot für soziale Nähe. Und das bedeutet, sich von Mensch zu Mensch nahbar zu machen, etwas von sich preis zu geben und miteinander zu teilen.

Für viele werden diese im analogen Business-Kontext als entbehrliches Goodie, als inhaltsleeres Gedöns empfunden. Im virtuellen Raum gibt uns das erst das Gefühl, in Austausch mit anderen getreten zu sein.

Und vielleicht ist genau das die größte Veränderung und Erkenntnis in Zeiten des Virus:

Gerade in unserer virtuellen Existenz bleiben wir die sozialen Tierchen, als die sich viele von uns im Businesskontext nie zeigen wollten. Um uns in der Kommunikation gänzlich erfüllt zu fühlen, brauchen wir die menschliche Begegnung und Co-Kreation. Und zwar im Kontakt mit unseren Kolleg*innen genauso wie mit Kund*innen.

Zwischenfragen – Kampf oder Tanz?

Kommunikation und Präsentation auf der Business-Bühne

Bild: Iván Tamás auf pixabay

Kommunikation und Präsentation auf der Business-Bühne sind bei aller Ernsthaftigkeit vor allem eines: Verabredung zum sportlichen Spiel.

Denken Sie zum Beispiel ans Fechten. Zwei Spielpartner, permanent aufeinander bezogen, im Versuch Treffer zu landen und zu parieren. Nichts anderes ist Kommunikation. Sie allein haben die Wahl, ob Sie diesen Fecht-Vorgang als Aufforderung zum Kampf oder als Einladung zum Tanz gestalten.

Zwischenfragen? Alles eine Frage des Mindsets, der inneren Haltung.

Genauso verhält es sich mit dem Umgang mit ungebetenen oder unerwarteten Zwischenfragen in einer Präsentation. Angenommen, Sie halten eine Zwischenfrage für eine Aufforderung zum Kampf. Wie werden Sie mit der Frage umgehen? Wahrscheinlich unterstellen Sie einen persönlichen Angriff: Der will mich verunsichern! Die will mich ärgern und aus dem Konzept bringen! Die findet mich unsympathisch!

Wie wäre es, wenn Sie sich entscheiden, die Zwischenfrage als Einladung zum Tanz zu verstehen? Als Signal im Sinne von „ich will mitspielen“.  Wie sind Sie dann in der Lage damit umzugehen? Sie können die Frage spielerisch parieren. Und Sie können sie als strategisches Geschenk willkommen heißen, das ihnen ermöglicht, Ihren nächsten Treffer vorzubereiten.

Zwischenfragen als positive Ressource

Dem Kommunikationspartner beziehungsweise dem Publikum mit der inneren Haltung zu begegnen, es handele sich um einen Tanz-Partner, eröffnet Ihnen den Zugang zu positive Ressourcen. Genau das hält Sie in Ihrer produktiven Kraft. Denn Tanzen heißt führen und geführt werden im permanenten Wechsel. Und die Bereitschaft, beide Rollen bedingungslos zu akzeptieren.

Probieren Sie es aus

Bei der nächsten ungebetenen Zwischenfrage denken Sie an Tanz, nicht an Kampf. Dann wird das rhetorisch verinnerlichte „Danke für die Frage“ oder „Das ist eine interessante Frage“ wirklich glaubwürdig rüber kommen.

Noch ein Letztes

Eine Frage kommt wirklich sehr überraschend um die Ecke und überrumpelt sie im wahrsten Sinne des Wortes? Dann tappen Sie nicht in die Falle, unmittelbar reagieren zu wollen. Stattdessen: Sacken lassen, tief durchatmen und eine offene Frage stellen.

Inspiration und Hilfestellung, wie Sie mit kommunikativen Herausforderungen im Business Alltag umgehen können, finden Sie in der inszenio Online Akademie jederzeit abrufbereit.